täglich ein Regenbad genommen und sehr einfache aber nahrhafte Diät beobachtet. Da ihm dieses sehr wohl bekam, so ward darauf täglich ein Vollbad genommen; nach 14 Tagen naß eingepackt, und so bestand die Kur in 11 Regenbädern

42 Vollbädern und

29 Einpackungen in nasses Leintuch zum Dünsten.

Täglich wurden im Durchschnitte 7 Maß Wasser getrunken.

Die Besserung trat ein. Er konnte ohne Anstand sprechen und sich bewegen; eS trat wieder Muth und Heiterkeit ein, und R. R. ist seither der eifrigste Ver­ehrer deS Wassers geworden. Die Dauer der Kur be­stand in 43 Tagen, so, daß er den 10. Oktober die Anstalt verlassen konnte.

40.

(Heilung vom Ohrensausen.)

R. N., 43 Jahre alt, litt seit 2 Jahren am Ohren­sausen von so heftiger Art, als wenn er stets mit einem unaufhörlichen Geräusche umgeben wäre, welches ihn Tag und Nacht beunruhigte, ihm in seinem Geschäfte große Störung machte, und ihn beinahe, da er kein Ende dieses UebelS vor sich sah, in Verzweiflung ge­bracht hätte. Aerztliche Mittel und der Besuch mehrerer Bäder waren fruchtlos.

Am 11. November 1849 besuchte N. N. die Anstalt, gebrauchte 82 Vollbäder und 40 Einpackungen zum Schwitzen. Nach 30 Tagen verlor sich das Sausen an einem Ohre, und nach 24 Tagen war gänzliche Hei­lung eingetreten; das lästige Ohrensausen war gänzlich verschwunden.

Am 22. December konnte N. N. die Anstalt verlassen, voNommen hergestellt und in jeder Beziehung im höch­sten Grade zufrieden.

41.

(Heilung einer Gicht nach 16tägiger Kur.)

N. N., weiblichen Geschlechts, 25 Jahre alt, litt seit