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mehr so vor die Augen, als es im Anfänge der Kur der Fall war. Nach 94 Tagen hatte sich daS Uebel der­maßen gebessert, daß alle Spur eines Nebels verloren war, daß er wieder lesen, schreiben und in die Ferne sehen konnte, und zwar ganz ungehindert, wie vor seiner Erkrankung. Er konnte wieder zu seinem Geschäft zurück­kehren, und verließ geheilt und ganz befriedigt mit seiner Kur die Anstalt am 15. März 1850.

45.

(Heilung von Melancholie.)

N. N., 38 Jahre alt, ward von einer Melancholie befallen, welche schon nach einem halben Jahre beinahe an Wahnsinn gränzte. Er ward ganz^ menschenscheu, zu allen Verrichtungen unfähig, und man konnte eS nur mit vieler Mühe dahin bringen, daß er zu einer Rede oder Zeichen bewogen ward, woran man noch erkennen konnte, daß sein Verstand nicht in gänzlichen Wahnsinn übergegangen sei. Längere Zeit hindurch wurde zu ärzt­lichen Mitteln geschritten, aber Alles vergebens angewen- . det. Selbst Arzt wurde er von seinen Collegen behandelt, ß nach fruchtlosen sechsmonatlichen Bemühungen und Versuchen aber in die Heilanstalt geschickt, in welcher er auch im Jänner anlangte.

Der Verlauf der Kur nahm 273 Vollbäder in Anspruch. Der Kranke hat 148 Tage lang die NeptunSbinde getragen, die täg­lich 2 Mal gewechselt wurde; er mußte 109 kalte Klysttere

78 Sitzbäder

35 Nasse Einpackungen zum Dünsten und 197 trockene Einpackungen zum Schwitzen nehmen und täglich i l / 2 Maß Masser trinken.

Nach ein Paar Wochen hatte sich sein Zustand schon in etwas gebessert. Er konnte auf jede Frage eine gere­gelte Antwort geben, und Alles bereitwillig befolgen, was ihm angeordnet wurde. Nach 4 Monaten war die Heilung so fortgeschritten, daß er allein Bewegung in