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seine Füße ihm zu schwer wurden, hierauf gänzliche Appetitlosigkeit, Frost und Hitze abwechselungsweise über­hand nahmen, wodurch er sich veranlaßt sah, sich in die Anstalt bringen zu lassen.

An Leib und Geist so angegriffen, daß man die Ur­sache seines UebelbefindenS auS seinem eigenen Munde nicht erfahren konnte, ward durch deffen Frau der Auf­schluß ertheilt, daß derselbe drei Tage vorher in der Nacht eine große Portion kalten Braten zu sich genom­men habe.

Die Kur begann damit, daß man ihm vor allem nasse Ueberschläge über den Kopf und Unterleib legte, welche alle halbe Stunde gewechselt wurden, und daß er Wasser trinken mußte, so viel eS sein Zustand erlaubte, waS eine derartige Wirkung hervorbrachte, daß eine Masse von Magenwinden abgiengen; hierauf verfiel er in einen zweistündig langen Schlaf, aus welchem er durch eine heftige Diarrhoe und fünfmaliges Wieder­holen derselben gestört wurde, waS ihn so sehr schwächte, daß er mittelst Hülfe wieder in sein Bett gebracht werden mußte, worauf er in einen Schlaf verfiel, und unbewußt Bett und Wäsche ver­unreinigte; hierauf brachte man ihn in ein abgeschreck- teS Bad, waS ihm sehr wohl gethan, und Appetit verursachte, der ihm durch ein GlaS kalter Milch ge­löscht wurde. Nach diesem stellte sich wieder Schlaf ein, und brachte man denselben nach seinem Erwachen wieder in ein abgeschrecktes Bad, auf welches er stch sehr gestärkt fühlte, und worauf sein Appetit stch zwar vermehrte, der aber in seinem Zustande nur mit kalter Milch und Semmelbrod befriediget werden durfte.

Auf diese Weise hatte sich sein Zustand so gebessert, daß er im Verlauf von dreitägiger Behandlung keine andere Klage mehr hatte, als den überhand genomme­nen Hunger, welcher auch allmähiig durch leichte Spei-