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zu ertragen; mit denen, die geringer sind als wir liebreich umzugehen, und alle Menschen als unS selbst zu lieben. Sie allein weiß gute Bürger, getreue Unterthanen, geduldige Diener, demüth-ge Herrn, rechtschaffene Obrigkeiten, gnädige Fürsten und wahre Freunde zu machen: sie allein machet, daß die Ehen ehrlich, und unverbrüchlich gehal­ten werden; sie erhält den Frieden in Familien, Und die Ruhe in den Staaten; sie hindert nicht nur, daß man nicht fremde Güter mit Gewalt an sich reißt, sondern sie verbietet auch sogar die Begierde nach einem ftemden Gute. Sie will nicht nur haben, daß man den Glücksstand sei­nes Bruders nicht mit neidischen Augen ansehe, sondern sie gebietet auch, daß man sein eigenes Vermögen, wenn er es bedürftig ist, mit ihm theile; sie untersaget uns nicht nur, nicht nach seinem Leben zu trachten, sondern sie will haben, daß wir auch sogar denen, die uns Übels thun, Gutes erwersen, daß wir die segnen, die uns fiuchen, und daß wir alle ein Herz und eine Seele haben; mit einem Wort: die christliche Re­ligion bringet alle unsere Begierden in Ordnung und Einigkeit: sie lehret uns den nützlichen Ge­brauch alles inner» Vermögens und äußerlichen

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