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cher den unteren Theil des Geäses packt, den Kopf immer tief am Boden zu halten sucht. Andere Gehilfen fassen nachher auf den Seiten und hinten an und schieben nun den vorsichtig aus dem Garne gelösten Hirsch, nachdem ihm eine Windleine über die Rosenstöcke des Gehörns geworfen ist, vor den mittlerweile herbeigebrach- ten und auf der einen Seite geöffneten Kasten. Nun werden die beiden Enden der Wind lei ne durch den Kasten und durch das, an der entgegengesetzten verschlossenen Thür befindliche Luftloch gezogen und der Hirsch vermittelst dieser Leine und durch gehöriges Nachschieben, in den Kasten gebracht. Wahrend alles dieses geschieht, schiebt ein auf dem Kassen stehender Mann die Thür nach und nach herunter und verschließt sie. Ist auch dies geschehen, so läßt man das eine Ende der um das Gehörn gezogenen Windleine fahren, zieht sie am andern aus dem Kasten und bringt diesen nun wieder an seinen vorigen Ort zurück. — Sind auf dieselbe Art alle Hirsche rc. gefangen, so werden je zwei und zwei Kasten auf schon parat stehende Wagen gehoben, gehörig befestigt und unter Begleitung eines Iagdbedienten, ohne Aufschub und mit Tag und Nacht erneuertem Vorspann, an den Ort ihrer Bestimmung gebracht."
„Bei einigen Jagereien hat man die Gewohnheit, den gefangenen Hirsch auf den Rücken zu legen, ihm die Laufe kreuzweise zu halten oder zu schränken und ihn dann vor den Kasten zu tragen. Auch dies habe ich vollziehen helfen; ich finde aber die erste Art be- guemlicher und für das Wild weniger beschwerlich, besonders wenn ihm der Kasten so schnell wie möglich entgegen getragen wird."
„Will eine Herrschaft dem Fangen beiwohnen, so wird an der Seite des Fanggarnes ein Blend-Schirm errichtet und an die andere Seite die Jagdmusik gestellt, die, so oft ein Hirsch ins Garn fällt, muntere Fanfaren blast. — Ich bemerke nur noch, daß man an einigen Orten den Gebrauch hat, dem gefangenen Hirsch, ehe er in den Kasten gebracht wird, einen Kübel voll Wasser zwischen die Hinterläufe zu schütten und ihm 3, einer Wallnuß dicke, Pillen von angefeuchtetem Schießpulver in den Hals zu stecken. Ob diese Vcrfahrungsart nützlich sei, will ich nicht entscheiden; das kann ich aber aus Erfahrung versichern, daß sie nicht nöthig ist. — Die Hauptsache beim Fangen besteht darin, daß man das Wild, welches gefangen werden soll, vorher von allen übrigen separirt, damit man die zu fangenden Thiere nicht unnöthig herumsprengen und zu sehr erhitzen muß. Will man aber Hirsche von einem Rudel sangen, wobei noch Thiere oder wohl gar Rehe sich befinden, so fallen gewöhnlich die Thiere und Rehe zuerst in die Garne und man muß das Wild sehr oft hin und hersprengen, bis man die gewünschten Hirsche fängt. Bei dieser Operation gehen dann nicht selten viele Thiere und Rehe zu Grunde und es werden auch die Hirsche oft so

