bergung derselben, vor den Zimmern ein Zwinger, der mit dem Hause durch Löcher zum Ein- und Auslassen in Verbindung steht; ferner ein Häuschen für Trut- und Haushühner, noch verschiedene kleine Häuschen mit Zwingern und eine Wohnung des Fasanenjagers er­fordert.

In jeden Zwinger setzt man einen Hahn mit 9 10 Hennen, welche man wohl füttert und Abends und Morgens ein- und aus­treibt. Zur Legezeit sammelt man sorgfältig die Eier und läßt sie entweder durch dre Fasanenhennen oder durch Trut- und Haushüh­ner ausbrüten.

Soviel und nicht mehr über Fasanerien und Behandlung der Fasanen in wilden und zahmen Anlagen. Der Fasanenjäger behauptet im Bereiche der Waidmannschaft eine eigne, man darf sa­gen, eine ganz isolirte Stellung, er ist mehr ein besorgter Wärter, ein aufmerksamer, eifriger, umsichtiger Erzieher und Führer, als ein Waidmann. Ausschließlich -mt der Zucht und Pflege der Fasanen sich beschäftigend, nur dem Verscheuchen und Vertilgen der gefährli­chen Feinde seiner Zöglinge mit rastloser Thätigkeit, mit aller List, mit unverwüstlicher Geduld sich widmend, geht er kalt vorüber an dem edlen Hirsch, an den Freuden der Pürsche, an der Feld - und Wasserjagd.

Der Fasanenjäger. es mag nur sehr seltene und sehr wenige Ausnahmen geben ist in der Fasanerie erzeugt, geboren, auferzo­gen und, von der Fallbinde an bis zum letzten Waidmanns-Stadium, seinem Berufe angehörig. Auch nicht die gründlichste und umfas­sendste Schrift über Zucht und Pflege der Fasanen kann für ihn lei­tend und belehrend das enthüllen und erschöpfen, was er unter den bunten Spielgefährten seiner frühesten Jugend, im Kreise seiner Zög­linge, unter der Leitung seiner wohlerfahrnen Umgebung spielend er­lernte. Daher wäre es unnöthig, wenn ich den ohnehin beschränk­ten . Raum dieser Blätter durch Dctaillirung der Verrichtung und Obliegenheiten des Fasanenjägers in allen Zweigen seines Wirkens noch mehr beschränken würde. Jagdfreunde, die sich mit Zucht und Pflege der Fasanen gerne bekannt machen wollen, weise ich auf Dietrich aus dem Winkel, Bechstein und Hartig hin.

Wir beschäftigen uns nun in der wilden Fasanerie.

Naturhistorisches.

Gestalt, Farbe und Abzeichen von Hahn und Henne.

Unter allen bei uns im Freien vor- und fortkommenden nutz­baren Vögeln ist der Fasanhahn der schönste.

In der Stärke (Größe) gibt er dem größten Haushahne nichts nach, deren es einige gibt, welche ihm m vielen Stücken ähneln.