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Die Fasanhenne ist viel kleiner als der Hahn, — sie mißt mit Einschluß des 7 Zoll wegnehmenden Schwanzes nur 1 Fuß 9 Zoll — und das Gefieder derselben ist weit weniger schön. Sie hat einen graufarbenen Schnabel, um die Augen einen weit schmälern , nur grauröthlichen kahlen Ring. Obm auf dem Kopfe ist die Grundfarbe hes Gefieders hellbraun, doch mit dunklern und schwarzen Flecken gleichsam besäet. — Die gelb bräunlichen Backen sind mit Schwarz beschmitzt, die Kehlfedern weißgelblich. — Zimmtbraun ist die Grundfarbe des Halses und Rückens. Beides ist theils mit wellen- theils mit muschenförmigen schwarzen und dunkelbraunen Flecken belegt. In der Mitte der Rückenfedern zeigt sich ein großer schwarzer, braun eingefaßter Fleck, der sich in einer Hellern Kante verlauft. Der hellbraune Schwanz ist mit dunkleren braunen Flecken besprengt und hat schwarze Querstreifen. Die röthlich braune Brust ist mit dunkelbraunen Punkten beschmitzt; so gleichfalls der gelbbraune Leib. Ueber die stahlbräunlichen Schwungfedern dehnen sich weißgraue Streifchen aus. Die Ränder sind bleifarbig geschuppt.
Sie macht sich aus trocknen Grashalmen, dünnen Aesten, Baumblättern und ähnlichen Sachen an den dunkelsten und am meisten verborgenen Orten ihres Aufenthaltes, am liebsten im Far- renkraute oder im schmieligen Grase, ein kunstloses Nest.. Hier legt sie aller zwei oder drei Tage ein Ei, welches viel kleiner, mit dünnerer Schale als beim zahmen Huhne bedeckt, hell olivengrün von Farbe und, oben sehr abgestumpft ist. Sie kann deren höchstens zwölf bebrüten und legt deshalb in der Freiheit gewiß nicht mehr, oft weniger. Nimmt man aber die Eier bis auf eins, welches unberührt bleiben muß, äUs dem Neste, so fährt sie fort zu legen.
Ist die Henne über drei Jahr alt, so wird sie weniger fruchtbar und taugt also nicht viel zur Fortzucht. —
Während des Tags nimmt der Fasan ohne äußern Anttieb niemals seinen Stand auf Bäumen, sondern er bäumt nur bei Nacht zur möglichsten Sicherung gegen Raubthiere.
Seine Balzzeit beginnt mit Anfang oder Mitte Mai, je nach Witterung und Aesung, nicht selten schon in der Mitte Aprils und dauert 6—8 Wochen.
Aesung.
Junge grüne Pflanzen und Kräuter, Getreide aller Art, Hirse, Heidekorn, Beeren von verschiedenen Strauchhölzern, Misteln, Hanfkörner, Buchweizen, Schnecken, Würmer und Ameiseneier. — Grober Sand und Kreselsteinchen werden als Verdauungsmittel verschluckt.
Anlage wilder und zahmer Fasanerien.
Wer sich damit in allem Umfange vertraut machen will, dem empfehle ich die sehr gediegene Schrift: „Anleitung zur Fasa-

