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nenzucht, von Ant. Schönberger, gräsl. Czerinischem Forstbeamten. Prag 1822."
Jagdbetrieb **).
1) Beschleichen.
2) Schi§ßen vor dem Hühnerhund.
3) Fangen in Steckgarnen.
4) Fangen mit Tyraß.
5) Treibjagen.
Beschleichen.
Der Fasan ist in Beziehung auf List, scharfes Gewahren und rasches Entfliehen das ganzeGegentheil des Birkhuhns, daher ist es auch nicht schwer ihn zu beschleichen. Die besten Zeiten dazu sind die Balzzeit und schönen Herbstabende. Wenn er Abends bäumt, so gibt er einen weit tönenden Laut von sich, dem der Jager folgt. — Kommt dieser gerade zum Baumen, so hat er keine weitere Borsicht zu gebrauchen, als einige Minuten ruhig stehen zu bleiben. Darauf naht er sich ohne Geräusch dem gebäumten Hahne; welcher in diesem kurzen Zeitraum bereits eingeschlafen und des Schützen Schere Beute ist. —
Schießen vor dem Hühnerhund.
Der Fasan steht gerne in Feldhölzern (sogenannten Feldköpfen), die Saatfelder und Wiesen zur Umgebung, dabei kleine fließende Gewässer in der Nähe haben. Auch liegen sie gerne bei Tag in den Feldhölzern oder in dem wilden Fasanengarten nahen Getreidefeldern. Die Suche in letztem zur Zeit des hoch aufgeschossenen oder reifenden Getreides umgeht der fremdes Eigenthum beachtende Jäger, wendet sich den Feldkopfen zu und hält darin den Hund zum kurzen Revieren an, um ihn stets im Auge zu haben.—
Steht der Hund, so nähert man sich ihm, um den Fasan im Liegen zu schießen oder ihn aufzumuthen und im Streichen zu fallen. —
Unter Tags geschieht es dem eifrigsten Jäger und besonnensten Hund — in Hölzern worin ein Wässerchen mit hohen, hohlen und dicht bewachsenen Ufern fließt — nicht selten, daß sie trotz aller Aufmerksamkeit und Anstrengung keinen Fasan finden, obgleich der
*) Um d»e wilde Fasanerie in gutem Stand zu erhalten, schieße man nur Hähne; auch die über 3 Jahre alten Hennen werden geschossen, da sie immer weniger fruchtbar und immer untauglicher zur Fortzucht werden. —

