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Jäger von deren Vorhandensein überzeugt ist. Entweder wurde das Gehölz bereits von Menschen begangen oder die Sonne brennt heftig, oder Wind und Regen toben sehr unartig. In solchem Fall thut man wohl, wenn man alles weitere Gesuche aufgibt und sich stets hart am Wasser hinhaltend, sehr langsam dessen User begeht. Der Hund muß gewöhnt werden, das dichteste Gestrippe am Ufer genau zu erforschen, bei hohen und bei hohlen Ufern unten am Wasser hin langsam und ferm zu suchen, denn dort haben sich die Kumpane versteckt, oft so fest, daß man unmittelbar über ihnen stehen, ja mit den Füßen stampfen kann, ohne daß sie sich aufmuthen lassen. Kommt jedoch der Hund, so beginnt entweder ein schneller Wettlauf von kurzer Dauer, oder der Fasan bäumt sogleich auf die ersten besten hervorragenden Aeste und Zweige. Weil nun dieses Wild, angeschweißt oder verendet, dann oft ins Wasser fallt, ist es unerläßlich, daß man einen Hund dabei gebrauche, der ferm aus dem Wasser apportirt.
Diese Suche ist außerordentlich angenehm und in der Regel sehr belohnend, wenn Herr und Hund einige Geduld und Ausdauer haben. Ein tüchtiger Herr gewöhnt einen sonst guten Hund sehr bald und leicht an diese eigenthümliche Art zu suchen. Sie ist von Bedeutung in Revieren von ähnlichen Lagen, wer sie nicht kennt und nicht tüchtig zu üben versteht, wird oft bei sonst reichem Gehege ohne Beute wieder nach Haus gehen müssen.
In kleinen, schmalen, lichten Remisen und Feldhölzern, besonders in Stangenholz übt der sonst nicht sehr kluge Fasan gern eine andere Tücke, welche er wahrscheinlich den Rebhühnern abgelernt hat. Muthet man nahe bei solchen Hölzern im freien Felde auf, so streicht er in der Regel an den Rand derselben und fällt dort ein. Man glaubt ihn nun schon in der Tasche zu haben und geht mit dem Hund dahin; der Hund zieht an, zieht nach — aber der Fasan ereilt als flinker Läufer die entgegengesetzte Brahne des Hölzchens, man bekommt ihn nicht zu Gesicht, viel weniger zu Schuß und hat gewöhnlich nur das fatale Vergnügen, seinen Flügelschlag zu hören, ohne daß man wüßte, wohin er streicht.
Jeder Hund wird von Natur rascher hinter dem rascher laufenden Wild und in der Regel auch rascher im Holz als auf dem Feld. Man gewöhne daher seinen Hund, daß er auf ein Zeich ^gleich von der raschen Suche ablasse, aus dem Holz zurückkomm». ...asselbe spornstreichs von außen umkreise und dann von der entgegengesetzten Seite wieder sorgfältig und langsam einsuche, während der Herr ruhig da stehen bleibt, wo der Fasan einft'el. Dann kommt dieser gewöhnlich wieder auf derselben Seite heraus, oder er bäumt sich von des Hundes Entgegenkunft nicht wenig überrascht. Auch dieses Manöver lernt ein guter Hund leicht und schnell und es belohnt bei der Hühnerjagd eben so gewiß wie gegen Fasanen. Aber freilich

