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lich als Bauerweib verkleiden, eine Kürbe (Korb, Krätze rc.) auf dm Rücken und die Flinte mit gespanntem Hahne unter den Arm neh­men oder solche wie einen Stab gebrauchen. Er umkreiset einen Flug Trappen, wahrend sie sich äsen, verengt immer mehr den Kreis, macht sich allmahlig so schußfertig, zielt im langsamen Fort­gehen und drückt im Augenblicke des Stillstehens ab. Auf diese Art hat mancher Jager, dessen Doppelflinte besonders gut auf Po­sten oder Nr. 0. eingeschossen ist, mit dem einen Laufe mehrere von den stehenden, und mit dem andern wieder ein Paar von den aufstehenden Trappen erschossen. Nur muß darauf gesehen wer­ben, daß das Stillestehen und Abdrücken auf einer Stelle geschieht, wo der Jager vollen Gegenwind hat.

Anfahren.

Auch dieser Jagdbetrieb auf Trappen gelingt öfters, wenn man Folgendes beobachtet: Man bekleidet die eine Seite des Bauern­wagens mit grünem Reisig, so daß dieses eine Wand bildet, welche aber für die auf dem Wagen befindlichen Schützen, gewöhnlich 8 4, da und dort kleine Lucken hat, durch welche man die Mündungen der Gewehre bringen und zugleich visiren kann. Der Wagen ist mit Ochsen bespannt, der Fuhrmann geht (wie beim Anfahren auf Rothwild gesagt worden ist) langsam vor demselben her, jedoch ge­schieht das Anfahren nicht in einem Bogen um die Trappen herum, sondern nur von einer Seite her und zwar von dieser, wo die Schützen den besten Wind haben. Stehend oder sitzend machen sich diese schußfertig; sobald der Wagen in gehöriger Schußweite an die Trappen gekommen ist, gibt der Jager dem Fuhrmann ein Zeichen zum Stillhalten. (Dieses Zeichen geschieht am besten durch eine Leine, die dem Fuhrmann an einen Arm gebunden, von einem der Jager rasch angezogen wird, sobald der Wagen stillhalten soll.) Haben sich die 3 auf dem Wagen befindlichen Jager da­hin abgeredet, daß der eine die Mitte, der andere die rechte, der dritte die linke Seite des Zuges beziele und auf ein geräuschloses Sig­nal zugleich abgedrückt werde, so kann man einer reichen Beute sicher sein, da die Trappen gewöhnlich in Zügen zu 6080 Stück auf Saat- und Rübenseldern stehen.

Suche mit dem Vorstehhund.

Dieser Jagdbetrieb hat im August auf die jungen Tr'appen statt und wird in einzelnen Hafer- oder Gerstenackern ausgcübt. Die zu dieser Zeit noch nicht flugbaren Trappenjungen drücken sich vor dem Hunde, der davor steht und sie dem Jager zum Schüsse vorrichtet, auch da und dort ein Stück, das aufstehen will, fangt und aportirt.