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800 Schritte lang und vor dem Quertuch etwa 120 Schritte breit. Mitten auf demselben wird der Schirm gestellt. Zur Sauhatze muß man inwendig die Tücher mit großen Netzen aufgespannt auf die Forkeln legen und, weil die Herrschaft gewöhnlich auf das Wild nach den Krummruthen schießt, muß man grüne Reiser auf Stangen, als eine Warnung vor Gefahr für die Zuschauer dahin stecken. Endlich richtet man noch im Lauf ober- und unterhalb des Schirmes die Uebersprünge, d. h. niedrige Gelander mit Reifen umwunden, auf, worüber das Wild im Vorbeifliehen springen muß. — Lauf oder Lauft heißt auch das Bein der vierfüßigen Jagd- thiere und Hunde.
Laufen, bei Wölfen und anderem Raubzeug gleichbedeutend mit An locken oder Reizen durch Nachahmung der Stimme eines kranken oder gefangenen Wildes.
Lauffaden sind die Zwirnfaden, womit ein spkegelichtes Garn mit einem Jngarn oder Busen eingebunden wird, damit der Busen an denselben sich hin- und herziehen kann.
Laufhund, s. Curshund oder Parforcehund.
Laufjagen, s. Parforcejagd.
Laufplatz heißt der zum Lauf bei einer Jagd bestimmte Platz, der mit Netzen umstellt wird.
Lauffchuß, ein Schuß in den Lauf. Wurde dabei der Knochen zerschmettert, so sinkt das Wild sogleich nach dem Schuß auf dieser Seite so nieder, daß es mit dem Körver beinahe den Boden berührt, rafft sich aber gleich wieder auf und flieht auf seinen drei Laufen oft so schnell wie ein ganz gesundes Wild. So sehr ich aus Erfahrung ein abgesagter Feind alles Nachhetzens des Schweißhundes auf ein frisch angeschweißtes Wild bin, so lasse ich es doch hier gelten, jedoch nur, wenn der Hund flüchtig und kräftig genug ist, das Wild bald einzuholen, zu stellen und nicderzuziehen. Ist dies nicht der Fall, so lasse man es lieber ein Paar Stunden lang krank werden, weil ein solches Wild vor einem nicht hinlänglich schnellen und kräftigen Hund oft noch Meilen Wegs entflieht.
Lauftuch (Wolltuch, Quertuch) heißt das Tuch, welches zwischen dem Jagen und dem Lauf vorn quer über steht und wenn das Wild auf den Lauf gejagt wird, auf und wieder zusammen gezogen wird. Es ist im Stellen eben so hoch und lang und mit dem nämlichen Zugehör versehen, wie die andern hohen Tücher, muß jedoch wie ein Vorhang auf- und zugezogen werden können. So lang das Jagen noch neu ist, steht es gleich einem andern hohen Tuch da, wo der Lauf hinkommen soll. Man kann auch eines von den hohen Tüchern dazu anwenden, wenn man es von 40 zu 40 Ellen von oben bis unten durchschneidet, daselbst Wechsel mit Knebeln macht, so werden vier ganze und an jedem Ende ein halber Wechsel, wo aber jeder Zeit alles über einander gehen und ge-
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