B o r w o r t.

Bei der hohen wissenschaftlichen Ausbildung, welche die Thkerheilkunde durch die um die Mitte des vorigen Jahr­hunderts zuerst in Frankreich entstandenen und spater in fast allen civilisirten Ländern nachgeahmten Veterinärschu­len, so wie durch die immer gediegener werdenden Forschun­gen einzelner Thierärzte gewonnen, schien dem Verfasser der Zeitpunct gekommen zu seyn, wo die sämmtlichen Resultate in ein Ganzes vereinigt werden könnten, und er wählte für sein Werk, durch welches er diesem Bedürfnisse der Zeit zu entsprechen suchte, die dem practischen Thierarzte so beque­me Lexiconform, welche sich, mit Hülfe von Verweisungen, leicht mit dem innern systematischen Zusammenhänge ver­einbaren läßt, und zugleich dem nächsten Bevürfniß der Be­lehrung auf die schnellste Weise abhilft. Daß die Ueber- tragung dieses Werkes eines ausgezeichneten theoretischen und practischen Thierarztes desjenigen Landes, in welchem die Thierheilkunde zuerst als Wissenschaft austrat und noch jetzt in manchen Beziehungen den höchsten Rang einnimmt, eine wünschenswerthe Bereicherung unserer Literatur seyn werde, ließ sich vermuthen und wird durch die Prüfung des Inhalts gerechtfertigt. Allein eben so ließ sich voraussehen, daß manche Krankheiten der Thiere, über die wir Deutsche ausgebreitetere, ja zum Theil allein Erfahrungen haben, un­vollständig oder auch wohl gar nicht abgehandelt seyn wür-