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-f*- der Person des seligen Johann

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^JXtefcr treue und gesegnete Knecht des HErrn, Sohn des Jakob Arndt, Predigers zu Ballenstädt im Fürstenthum Anhalt, ist daselbst geboren im Jahr Christi 1555, den 27. Dcccm- ber, am Tage Johannis des Evangelisten. Kaum 10 Jahre lang hatte er die Pstege und Fürsorge seines Vaters genossen, der ihn wegen seines fä­higen Verstandes schon in früher Jugend dem Studiren gewidmet hatte als der himmlische Vater beschloß, ihn in den Waisenstand zu setzen im Jahre 1565, aber nun des verwaisten Knaben um so kräftiger und gnädiger sich annahm. Durch die Herzen-lcnkcnde Kraft seines himmlischen Va­ters wurden ihm gute Gönner erweckt, durch de­ren reichliche Unterstützung er in den Schulen zu Ascherslebcn, Halberstadt und Magdeburg sich mehrere Jahre lang aufhalten konnte, woselbst er denn auch einen guten Grund zu höheren Wissen­schaften' gelegt hatte. Im Jahre 1576 besuchte er die Universität zu Helmstädt. Hier gewann er anfangs das Studium der Arzneiwissenschaft lieb, und wendete großen Fleiß auf dasselbe. Der HErr aber, der ihn zu einem ganz besonders ge­segneten Werkzeug für die evangelische Kirche aus­ersehen hatte, ließ ihn in eine tödtliche Krankheit ballen, in welcher sein Herz auf JEsum Chri­

stum hingewiesen würde, so daß er feierlich ge­lobte, wenn ihn GOtt wieder gesund machen würde, hinfort die Forschung der heiligen Schrift sein Hauptwerk seyn zu lassen, und sich der Got­tesgelehrtheit zu widmen. Um nun ein gründ­licher Gottcsgelchrter zu werden, besuchte er nach einjährigem Aufenthalt zu Helmstädt auch die hohen Schulen von Wittenberg, Straßburg und Basel, wo seiner besonder» Aufsicht ein junger polnischer Freiherr übergeben war, wel­cher ihn, als er einmal unversehens in den Rhein- strom gefallen war, bei den Haaren hcrauszog, und vom augenscheinlichen Tod errettete. In dieser letztgenannten Stadt war es auch, wo er zum erstenmal zwar nicht als össentlichcr doch als Privat-Lehrcr auftrat, indem er jungen Stu- direnden neben andern Vorlesungen, die er über bte Weltweisheit hielt, mit ganz besonderm Glück den Brief an die Römer erklärte.

Im Jahr 1582 kehrte er in sein Vaterland, Anhalt, zurück. In dem darauf folgenden Jahr, dem 28. seines Lebens, wurde er vom Herr Jo­achim Ernst, Fürsten und Herrn zu Anhalt, zum Prediger in Badeborn berufen, und den 10. Ok­tober zu Bärenburg ordinirt. Dieses Jahr war auch darum für ihn von besonderer Wichtig-

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