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fassen. Man ist bestürzt, wenn man unversehens auf eine Schlange tritt, wenn man plötzlich fein Zimmer in Flammen sieht, wenn man die Todespost eines heiß ge. liebten Freundes erhält. Der Schrecken verwert alle unsere Ideen, und in der Bestürzung weiß man nicht, wozu man greifen soll. Die Bestürzung ist eine Wirkung des Schreckens über eine plötzliche Gefahr.
Stutzen. Das Pferd, das blos vor einer ihm plötzlich aufstoßenden Sache stutzt, hat diesen Fehler in einem geringern Grade; da- sich davor scheut, in einem höhern. DaS Stutzen kann man einem Pferde leichter übgewöhnen, al- das Scheuen, indem man eS mit den ungewohnten Gegenständen bekannt und allmählich vertraut macht. Ein Körper, der nicht gestützt wird, fällt, der nicht gestützt und gelehnt ist, fällt um. Stützen ist überhaupt, einen schweren Körper hindern, daß er nicht falle, dadurch, daß sein Schwerpunkt auf etwas ruht. Besonders wird dann der Körper gestützt, der seinen Ruhepunkt unter sich, und gelehnt, der den Ruhepunkt seiner obern Theile neben sich hat. Der menschliche Körper stützt sich im Steden auf die Füße, hier ist sein Ruhepunkt unter ihm. Der Thor stützt sich auf hinfällige Dinge, heißt: er zieht irdische den himmlischen Gütern vor. Jungen Bäumen werden Stützen beige- geben.
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Suchen ist das Streben, etwas Unbekanntes zu entdecken, und enthält zuförderst die Absicht, es zu finden, und hiernächst die Anwendung der Mittel, durch welche man es zu finden, wahrzunehmen, odereine klare Erkennrniß davon zu erhalten hoffen kann. Ferner hat Suchen den weiteren Zweck, die Sache, die man weiß und wahrnimmt, zu benützen. Suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgethan. Ersuchen heißt: von Jemanden etwas begehren, so, daß wir es dem Gutbefinden de- Andern überlassen, ob er uns das, was wir verlangen, bewilligen wolle, indeß wir das,

