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Man gehet aus der Aleguro, oder man bricht die mesure durch das Pedriren, welches erfolgt, wenn man der Parade nicht gewiß, oder gesonnen ist, den Feind in eine Falle zu locken.

Wenn man in der Distanz ist, muß man auf jede Parade gefaßt seyn, und auf jede Bewegung des Feindes beson­ders wohl Acht nehmen. Außer der Distanz (deliors de la Distance) hat man nichts von ihm zu befürchten.

Wir müsien hier noch anmerken, daß die Paraden weniger gewiß sind, und nicht so geschwind ausgeführt werden können, wenn man in die geschloßene Distanz kömmt.

Falls der Gegner beym Ausfallen Terrain zu gewinnen sucht, d. h. langsam schleifend avaneirt, so benimmt man ihm diesen Vorthest aljogleich wenn man nach und nach zuerst den linken Fuß etwas weniges, und dann den rechten eben so viel zu­rück zieht. Will man selbst den Gegner täuschen, um ans der weiten in die mittlere, oder aus solcher in die geschlossene Di­stanz unbemerkt zu schleifen, so geschieht dieses, indem man durch sehr kleine Bewegungen beyder Füße, ungefähr zwey Zoll im­mer näher rückt, und sonach erst den rechten weiter vorwärts setzt.

Vom Marchcr oder Aranclrcn.

Avanciren heißt dem Feinde näher rücken, welches gewöhnlich immer nur in kleinen Schritten geschieht.

Mann muß sich dabey durch die Garde zu decken suchen, d. h. keine Blößen geben, den rechten Fuß in der Richtung des linken Absatzes, um eine Schuhlänge vorwärts bewegen, und den linken dermassen folgen lassen, damit die in der Garde festgesetzte Entfernung beyder Füße immer beybehalten werde.

Die Vorrückung des rechten Fußes geschieht schleifend, der linke hingegen wird, nachdem er seine Stelle verlassen, ganz platt ohne aufzuschlagen, nachgesetzt.

Ist man sonach eine Schuhdistanz avancirt, so gewinnt man auf dieselbe Weise die zweyte, dritte oder noch mehrere;

überhaupt so viele, als man um den Gegner au den Leib zu kommen, und seinen vorhabenden Angriff auszuführen für noth-

wendig erachtet.

Zm avanciren muß man sich jederzeit des feindlichen Eisens versichern, um nicht der Gefahr ausgesetzt zu seyn, un­verhofft einen Stoß zu bekommen.

Es gibt noch Fälle, wo man Gegnern, die während jeder Parade oder wohl auch nach jeder unserer Bewegungen in

die weite Distanz retiriren, und daher mit keinem Stoß erreiä)t werden können, mit größeren Schritten zu folgen genöthiget wird,

um sie zu treffen. Eine solche Vorrückung nennt man einen forcirten Marsch, wobey man den Feind dermaßen nachrückt, daß die linke Fußbiege an die Ferse des reck)ten Fußes gesä)lossen, und gleich ausgefallen wird. Die beyden Kniee bleiben auch wäh­rend dieses Avancirens jederzeit wie in der Garde gebogen.

Mann soll jedoä) selten mit großen Sck)ritten avanciren, besonders ist dicß gefährlich gegen einen scbtauen Feind, der schon vor unserer Bewegung zurückweicht, weil er dann meist die Absicht hat, Blößen zu benutzen, die beym forzierten Marsch leicht entstehen.

Vom Romprc oder Mdirsrea.

Retiriren heißt, sich vom Feinde weiter entfernen , und geschieht indem man zuerst den linken Fuß um eine Schuh­länge rückwärts bewegt, und dann mit dem rechten auf derselben Linie eben so weit zurückschlcift. Die Kniee bleiben wie in der Garde gebogen, so wie die Distanz, aber ohne das Gleichgewicht zu verlieren, dieselbe bleiben muß.

Wenn der Gegner, ohne Blößen zu geben, uns forcirt, avaneirt, so kann man um desto schneller, und weiter sich ihm zu entziehen, den rechten Fuß, doch ohne die Beine zu strecken, schnell an den linken setzen, so zwar, daß der Absatz des ersteren an der Fnßbiege des letzteren zu stehen kömmt, dann (aber eben so geschmiud) mit dem linken zurückgehen, um sich wieder in die Stellung zu begeben.

Sollte indeß der Feind noch hitziger auf uns eindringen, so kann man auch vollends den Boden verlassen, und mit beyden Füßen zugleich rückwärts springen, um in eine größere Distanz, aber ohne das Gleick)wicht zu verlieren,, zurück und wie­der in die Garde zu kommen.