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daS Herz mit einem Sehnen des Heimwehes auf, das dort in der Fremde keine Befriedigung fand. Wie gern hatte ich einem liebenden Freunde in fein Auge gesehen, zu ihm gesprochen und seine Stimme gehört. Da wurde mir in meinem Herzen der Spruch aufgeweckt, den ich wohl schon in meiner Kindheit gelernt, und dessen Wahrheit ich schon oft in meinem Leben an mir erfahren hatte: „Des Herrn Auge stehet auf die, so Ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen." Ich fühlte mich nun nicht mehr allein; mir war es, als begegnete mein Auge dem Blick des Menschenhüters, dessen Auge auf mich gerichtet war; ich sprach mit Ihm, wie man mit einem liebenden Freunde spricht, und dessen tröstende, herrersreuende Rede man vernimmt.
Ein Nahesein des Freundes meiner Seele hatte ich wohl öfters erfahren, wenn ich im Hause meines Gottes, wenn ich in meiner stillen Kammer, oder draußen in der Einsamkeit des Waldes und der Berge sein Angesicht suchte. Ich hatte Ihn da gesucht und Er hatte sich finden lassen: ich hatte Sein gedacht und an meinem Herzen es erfahren, daß auch Er meiner in väterlicher Treue gedenke. Dort aber bei den Pfeifern und Geigern, wie bei den Sängern eines ländlichen Musikfestes hatte ich Ihn nicht gesucht, ja ich hatte Sein nicht gedacht, als mir sein Blick, auf mich gerichtet, begegnete und so innig tief mir zu Herzen drang.
Wie ist mir doch das geschehen, fragte ich mich nachher oft, daß mir da, wo ich zwar nicht mit Vor-

