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Im Frühling 1847, so erzählt der Freund, machte ich in Gesellschaft eines Amtsbruders eine Reise nach Virginien, um daselbst einer General-Versammlung der Prediger beizuwohnen. Eines Tages gedachten wir, die Richtung unsers Weges nach einer Ortschaft zu nehmen, welche der Sitz des Landgerichts war, um einige dort wohnende Freunde zu besuchen. Vertieft in unsre Gespräche, hatten wir jedoch den Kreuzweg übersehen, der uns von der Straße aus nach jener Ortschaft hinführen sollte. Wir waren schon mehre Meilen weiter auf unsrer Straße geritten, da entdeckten wir unfern Jrrthum, aber es war jetzt zu spät, wieder umzukehren, und unsre Freunde zu besuchen. Wir machten uns Vorwürfe darüber, daß wir aus Unachtsamkeit des rechten Weges verfehlt hätten, und dennoch war der vermeintlich falsche Weg der rechte, welchen Gottes vorbedachter Rath uns führen wollte.
Wir waren noch nicht viel weiter gekommen, da sahen wir, in einer Entfernung von einer Viertelstunde Weges ein Haus, aus dessen Dache die Flammen hervorbrachen. Der Jüngere unter uns gab seinem Roß die Sporen und eilte im Galopp dem Orte zu, der seiner Hülfe bedurfte. Es war ein Blockhaus, aus dessen Dach die Flamme an drei Stellen hervorleckte. Beim Eintritt in das Haus drang schon aus der Thürschwelle das klägliche Geschrei eines alten Mannes zu seinen Ohren, welcher in einem Winkel auf einem Rollbette lag, weil er, durch die Gicht an all seinen Gliedern gelähmt, so hülfloö war, als ein kleines Kind.

