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,,O Herr!" so ries er, „erbarmet euch meiner und bringt mich hinaus, sonst muß ich lebendig verbrennen." Auf die Versicherung, daß für den nächsten Augenblick noch keine Gefahr für sein Leben sei, und daß man ganz gewiß auf seine Rettung Bedacht nehmen werde, wurde er ein wenig beruhigt. Der Retter eilte jetzt nach dem Oberboden hinaus, wo er die alte Frau des Kranken fand, welche, vor Schrecken außer sich, vergeblich sich bemühte, mit einem zinnernen Eimer, der halb voll Wasser war, und einer Kürbisflasche das Feuer zu löschen.
Der junge Geistliche hatte eine Art gefunden; mit dieser begab er sich kräftig ans Werk, und nachdem ec einen guten Theil des Daches abgetragen hatte, gelang es ihm, das Feuer zu bewältigen. Mit Freuden konnte er jetzt dem alten Ehepaar die Zusicherung geben, daß die Gefahr vorüber und nichts mehr zu fürchten sei. Sie sprachen ihren Dank mit beredten Worten und vielen Thränen aus. Der Pfarrer aber sagte ihnen, sie sollten diesen Dank vielmehr Gott, als ihm und seinem Begleiter, darbringen; denn wenn es nach ihrem Vorsatz und Willen gegangen wäre, würden sie niemals in die Nähe des brennenden Hauses gekommen, sondern auf einem ganz andern Weg geritten sein, der sie an den Ort des Bezirksgerichts geführt hätte. Gottes Vorsehung habe sie ohne ihr Zuthun und gegen ihren Willen hierher gebracht.
„Eine wundervolle Gnade" sagte der Alte, und wie von einem innern Schrecken gerührt, verstummte er auf einige Augenblicke und zitterte. Dann rief er
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