Verderbens verdient hätten. Noch aber sei Rettung für sie vor dem göttlichen Zorn, wenn sie in herzlicher Buße die Hand dessen erfaßten, der für uns die Schuld gebüßt und den Zorn getragen hat.
Man las den beiden Alten die kleine, nur wenige Seiten füllende Schrift vor, darin die Bekehrungsgeschichte des John P r i c e beschrieben ist, eines tief gesunkenen Gewohnheitssäufers und leidenschaftlichen Spielers. Eine der rührendsten Stellen in jenem Schriftchen ist die, welche die wundervolle Erweckung dieses Mannes aus seinem langen Sündenschlafe beschreibt, und wie er da seine kleine Tochter ersucht, ihm etwas aus der Bibel vorzulesen. Sie schlägt das Buch auf und liest zuerst den 51. Psalm: „Gott sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit." Das Kind blättert weiter unv liest hierauf den 103. Psalm: „Lobe den Herrn meine Seele, und was in mir ist seinen heiligen Namen; lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der dir alle deine Sünden vergiebt und heilet alle deine Gebrechen; der dein Leben vom Verderben erlöset" u. s. f. Der Vater war durch das, was seine kleine Tochter ihm vorlas, lief bewegt, weinte und sagte vor sich hin: „Gott selber hat sie gerade diese beiden Psalmen wählen lassen!"
Das alte Ehepaar unten in dem Blockhaus mit dem zerstörten Dache hörte unter vielen Thränen das Vorlesen der Bekehrungsgeschichte eines Sünders an, welcher lange Zeit mit ihm aus dem gleichen Wege des

