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Fürst und Dichter.
„Du bist ja Sangesmeister, du sagst es und die Welt, D'rum Hab' ich mir zum Preise, ein Lied bei dir bestellt."
„Was kommtdir an, daß Reimen und Singen nnn so schwer? Ich furcht', es ist dein Hirn jezt wie oft dein Magen leer."
So sprach zu einem Dichter der Fürst voll Nebermuth Und jagt ihm in die Wange des edlen Zornes Glut.
Doch stark bezwang der Dichter sein Herz so tief verlezt Und auf die stolze Rede noch stolzer ihm versezt:
Gebiete du der Rose, daß sie im, Schnee erblüht, Gebiete du der Flamme, daß sie im Wasser glüht.
Gebiete du der Quelle, daß sie erfroren springt,
Gebiete du der Harfe, daß unberührt sie klingt. —
Gehorchen Ros und Flamme, die Harfe und der Quell — Dann tönt dir, Ungeliebtem, auch mein Gesang zur Stell.
So macht, daß wir euch lieben, Ihr Herrscher allgesammt, — Bedenkt, daß echte Liebe — aus echter Freiheit stammt!

