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Bring' Er meinem Weibe meinen letzten Gruß, meinem Kindern meinen besten Segen. Und nun, Kutscher, vor­wärts in Gottes Namen!"

Derselbe Wagen führte die arme Klagbaum-Bete- rin und den reichen Richter von Schwechat in'sLazaretch Wenige Stunden darauf lagen Beide in der Todten- kammer.

Martin Endlmoser, der Hahnenwirth, stand nie­dergeschmettert aus der Stelle und nmrmelte:

's geht schauerlich zu in dieser Stadt. Will nach Schwechat hinab, um den Richtersleuten die traurige Mähre zu bringen. Im Hause, wo die Todte liegt, lei- det's mich ohnedem nicht. Sie hat das eine Auge osmm als ob sie Jemandem nachschauen wollte.*) Prrr! Ob wohl die alte Bettlerin Recht hatte, als sie sagte dir Emercnz sei wieder in Wien? 's war' doch sonderbar^ wenn mir jetzt das gelinge, was vor drei Jahren nicht möglich war. Ich bin Wittiber und reich, und möchte wohl das gut machen, was ich an tneinem erschossenen Lehrherrn und seinem Weibe verbrochen habe. Auch hat mir keine so warm um's Herz gemacht, wie die Renzl; o, sie ist schön, gar so viel schön, die Emerenz."

Mit diesen Gedanken machte sich der Hahnenwirth auf den Weg nach Schwechat.

7 .

Die Nacht im Dreisattigkeitshofc.

Während das Klagbaumweib noch an dem Mutter- gottesbilde betete, sich in den unheilvollen Mantel ein-

*) (fri« in ^fforreirfi allsiemrin »cvbrritcter Abcrglcmbe.