Ergötzlichkeit, zum Zeitvertreib für die Launen der Männer bestimmt und geeignet feie, und vor Allem zu diesem Zweck erzogen und herangebildet werden müsse.

DaS häusliche Glück und das allgemeine Beste blühen nur da, wo man die Frauen zum Bewußtsein ihrer Bestimmung ge­langen läßt und ihnen Gelegenheit gibt, denselben gemäß sich dazu vorzubereiten, die ihrer würdigen Beschäftigungen zu wählen und sie mit Erfolg zu treiben.

So war's in Dornberg. Dasjenige, waS Graf Theobald bei der Wahl seiner Marianne kaum erwogen, und was nur dunkel ihm vor der Seele geschwebt hatte, waS ihm aber bald klar wurde, das hatte der General vor seiner Einwilligung zuerst erforscht, tief durchdacht, und sich allein davon leiten lassen. Die einer Frau von Stand geziemenden Eigenschaften, die zur Führung einer großen Hauswirthschaft nöthigen Vorkenntnisse, die das häusliche Leben verschönernden Gaben fand er in Mariannen vereinigt; ihre Talente, ErziehungS- und Lebensart im elterlichen, der feine Ton und die geistige Ausbildung, welche sich das Mädchen im gräflichen Hause angeeianet hatte, das in ihr wohnende Gefühl für AlleS, was schön und gut ist; dieß hatte der General an Mariannen erkannt, gewürdigt. Er urtheilte richtig, daß sie seinem Hause Ehre und Vortheile bringen und seinen Sohn glücklich machen werde. So geschah. Graf Theobald war ein glücklicher Gatte und Vater geworden, fein Haus war hoch geehrt. Er erkannte freudig den überwiegenden Antheil an, den seine Gemalin an der Gründung und dem Fortbestand seines häuslichen Glückes wie auch an der Verbreitung des Wohlstandes und einer bessern Le­bensweise der Unterthanen hatte. Diese Anerkennung und die gemeinschaftlichen Nückerinnerungen an die verflossenen Jahre ihrer Wirksamkeit und ein Blick nach Jenseits, das waren die lezten Beschäftigungen und Unterhaltungen der beiden Glücklichen am Abende ihres Lebens.-

Die Söhne waren in ihre Bestimmungen eingetreten. Der älteste versah alle Geschäfte des Gutsherrn, während der jüngste dem Staate diente. Die Töchter erwarteten ehrenvolle Verbin­dungen, von deren Vollziehung sie die kindliche Liebe, die Anhäng­lichkeit an ihre Eltern noch allein abhielt. Ihr Haus war also bestellt. Zur Vollendung ihres Erdenglückes hatten sie nur noch