N. Nun, in diese Versuchung dürften Sie leicht kommen, es fehlt ihm, trotz verdienter Verachtung, doch noch nicht an Helfershelfern. Sollten Sie aber eines Freundes bedürfen, so biete ich Ihnen meine geringen Dienste an.

Seien Sie um meinetwillen unbesorgt, Herr Refe­rendar, dieser Mensch wird seine traurige Rolle gar bald ausgespielt haben.

Das Gespräch wendete sich auf andere Dinge und ward sehr anziehend und genußreich für die beiden Män­ner, die erst spät und mit hoher Achtung von einander schieden.

Waller machte am andern Morgen einen einsamen Spaziergang nach der Ebersteinburg, und als er gegen Mittag zurückkehrte, vernahm er von einigen Bekann­ten, daß Baron von S. in der Nacht unsichtbar gewor­den war, Verfolgungen der Polizei zu entgehen, da er grober Fälschungen verdächtig war. .

Des Doctors Weissagung ging übrigens sehr bald in Erfüllung, denn etwa nach vier Wochen ward der Baron in Straßburg buchstäblich erwürgt von einem Andern seines Gelichters, den er betrogen hatte.

Fünftes Kapitel. Wanderer, stehe stille!

Wehe denen, die verborgen sein wollen vor dem Herrn, ibr Vornehmen zu verhehlen, und ihr Thun im Finstern halten, und sprechen: Wer sieht uns und wer kennet uns? Jesaias 29 , 15 .

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wenig auch Waller nun von seinem Feinde zu fürchten hatte, da man seiner nicht weiter gedachte, so war ihm doch durch diese Geschichte der Aufenthalt in dem schönen Baden verleidet worden, und die ganze Schaustellung der Hoffahrt in Kleidern, Tafel, Spiel und Unterhaltung konnte ihn unmöglich damit versöhnen; er beschloß also seine Abreise, da ja auch sein Haupt­zweck erreicht war, nämlich zu wissen, welche Patien-