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zu nahen, das meinem tobten Kinde so ähnlich sieht, wie ein Thautropfen dem andern?"

Ach ich furchte, daß ich in der reizenden Hülle nicht jenen Born von Geist und Gemüth finden der in meiner tobten Emma lebte, in der reizenden Ge­stalt wohnt vielleicht eine gemeine Seele, aus dem lieblichen Munde tönt mir vielleicht die eckelhafte Sprache des Pöbels entgegen."

Und dennoch, was wage ich dabei?"

Besser, ich bringe durch eine solche Enttäuschung das Bild aus meiner Seele, als ich trage es noch länger selbstquälerisch in mir herum."

Endlich gibt es ja ein Mittel, mich allen Un­zukömmlichkeiten zu entziehen, welche aus dieser sonderbaren Bekanntschaft hervorgehen könnten. Ich werde meinen Kammerdiener beauftragen, Erkundi­gungen einzuziehen. Am Ende braucht er ja nicht zu wissen, welch' sonderbare Neigung mich zu dem dem Mädchen zieht."

Etwas wie ein Lächeln flog bei diesem Gedanken über die edlen Züge des Fürsten. Es liegt so ganz iti der durch die Erziehung begründeten aristokratischen Denkweise, dich selbst der durch und durch ehren- werthe Charakter des Fürsten Reutenborn-Sulzach es ganz in der Ordnung fand, sich selbst vor jeder Blamage sicher zu stellen, ohne sich im mindesten darum zu kümmern, ob vielleicht dabei ein honettes Mädchen kompromittirt wurde. Fürst Oskar hätte ja nur dem Kammerdiener zu sagen gebraucht, daß die Ähnlichkeit des Mädchens vor der Linie mit dem verstorbenen Kinde seiner Liebe ihn veranlasse, die