Vorbericht.
Der heilige Joseph war gerecht, wie ihm die heilige Schrift selbst das Zeugniß gibt.
Er war der Bräutigam Maria's, der seligsten Jungfrau, er war der Nährvater Jesu Christi. Seine vorzügliche Hei« ligkeit erhob ihn zu dieser hohen Würde. Weil ihn denn Gott so sehr erhoben hat, so verdient er auch mit Recht, daß wir ihn mit gebührender Hochachtung verehren. Wir können auch von seiner väterlichen Fürbitte vieles erwarten. „Eine besondere Andacht zum heiligen Joseph," sagt der geistreiche Pater Turin, ist gleichsam ein verborgener Schatz, aus welchem große Reichthümer Hervorkommen." Diese Andacht zum heiligen Joseph besteht in einer besondern Hochschätzung seiner Verdienste, in einem rechten Bertrauen auf seine Fürbitte und in einer zarten Liebe zu ihm. Was seine Verdienste anlangt, so kann man dieselben aus der Würde eines Bräutigams Mariä, und eines Nährvaters Jesu Christi abnehmeu. Was das Bertrauen betrifft, so gründet es sich aus seine hohe Würde und auf die Erfahrung, daß Viele, die seine Fürbitte anflehten, die Hilfe seines mächtigen Schutzes erlangten. Daher sagt die heilige Theresia: „Ich wünschte, ich könnte alle Menschen zur Andacht gegen diesen glorreichen Heiligen bere-
1

