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streckten, um sich gegenseitig in der balsamischen Morgen­luft zu begrüßen, oder in der Nacht ihre Zweige tief auf die Blumen zu senken und ihre Spitzen im Schlaf auf den moosigen Boden legten. Das scheue Kaninchen bahnte sich einen Weg durch den winzigen Wald von Heidelbeeren, welcher eine wilde Ueppigkeit von grünen blassen Blättern und Wachsblüthen über die Felsen verbreitete. Kleine weiße Blüthen sahen aus den Geisblattlauben und wilden Rosen schüchtern hervor und erfüllten den Maitag mit ihrem Duft; goldene Narcissen, heitere Gäste, nickten ver­wegen dem vorüberziehenden Winde auf den unbeschatteten Ufern der Wasserseite zu. Die Holztaube in den Zwei­gen der Else girrte sanft durch die helle Sommernacht hindurch, und der Kukuk rief sein Weibchen von den ent­fernten Bergen über den stillen Gewässern. Kleine Vögel unter dem Schutze der Bäume auf der Insel sangen ihre Freude des Lebens und der Liebe den brütenden Müttern in ihren ruhigen Nestern vor. Zuweilen flog ein Habicht vorüber, verjagte die Sänger der Insel aus ihrem glück­lichen Versteck, oder das Geschrei der Eule ließ sich hören, als sie bei Mondschein heraus kam, um in den offenen Feldern herumzujagen, aber kein Raubvogel hielt sich da auf.

Der Vogel baute sein Nest von Jahr zu Jahr in -einem blühenden Dornbusch dicht bei dem Lilienbeete auf der südlichen Seite der Insel, dort sang er seinem Weib­chen vor, und sie zogen ihre Brut ohne Furcht und ohne Gefahr auf. Zuweilen tauchten die schweren Ruder des Fischers in das Wasser, ganz nahe bei den verborgenen Nestern, aber er war zu eifrig mit seiner Arbeit beschäf­tigt, seine Augen waren auf den langen silbernen Streifen des rauschenden Wassers zu fest gebannt. Der Vogel betrachtete ihn von seinem Laubdache, fürchtete ihn nicht,

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