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des niedrigeren Gesträuches aus. Dann und wann erhasche ich einen Schimmer von dem Rubinkehlchen,*) welches kommt und geht wie das Funkeln eines Edelsteins. Sein Lieblingsaufenthalt ist unter den rothen, geruchlosen trompetensörmigen Blüthen der Bignonia.
Dies war die Aussicht von dem Fenster meines Zimmers. Ich glaubte niemals eine schönere genossen zu haben. Vielleicht betrachtete ich sie nicht mit unparteiischem Auge. Das Licht der Liebe durchdrang meinen Blick und theilte vielleicht ihr seine Rosenfarbe mit. Ich konnte diese Umgebung nicht betrachten, ohne an jenes schöne Wesen zu denken, dessen Nahe allein fehlte, um das Bild vollkommen zu machen.
Z w a n; i g st e s Kapitel.
Mein Tagebuch.
Ich brachte in die Monotonie meines Krankseins dadurch einige Abwechselung, daß ich ein Tagebuch führte. Das Tagebuch eines Krankenzimmers muß natürlich sehr arm an Ereignissen sein. Das meine war daher auch mehr eine Aufzeichnung von Gedanken als von Thaten. Ich theile hier einige Stellen daraus mit — nicht wegen irgend eines beson-
*) Eine Eolibri-Art (Troehilus Coluber), mit einer andern Ausnahme die einzige, welche innerhalb der Vereinigten Staaten angetroffen wird.

