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konnte, sondern lebenslänglich in dem bleiben mußte, in welchem er geboren war; jeder mußte dem Gott die­nen, welchem sein Vater gedient hatte. Außer der erb­lichen Priesterwürde, welche mit beträchtlichen Lände­reien verbunden war, standen sie auch im Besitze aller Staatsamter, und waren die einzigen Gelehrten des Landes. Sie lebten eingezogen und sehr strenge. Rein­lichkeit und Mäßigkeit waren Hauptpflichten. Daher schoren sie sich am Kopfe und ganzen Körper, badeten jeden Tag und in jeder Nacht zweimal, und enthielten sich des Genusses der Fische, Hülfenfrüchte und des Schweinfleisches. Ueberhaupt wurden die Schweine und deren Hirten von den Aegyptiern für unrein gehal­ten. Dagegen durften außer dem Pharao nur sie Wein trinken. Des Tags über besorgten sie den Gottes­dienst, und verwalteten ihre Aemter, Nachts beobachte­ten sie den Stand der Gestirne, und widmeten sich den Wissenschaften. Ihre Anzahl war nicht bestimmt, grö­ßer oder geringer, nach der Zahl der Glieder einer Fa­milie, in welcher die Priesterwürde erblich war. Ihre Kleider bestanden aus Linnenzeugen und waren von weißer Farbe. Ihre Sohlen wurden von Papirus ge­flochten. Die Oberpriester schmückten sich mit goldenen Ketten und trugen Schuhe von der Rinde des Palm­baumes.

Hellenen.

Die Götterlehre der Griechen oder, wie sie in ihrer Landessprache heißen, H llenen, war ein Ge­misch fast aller vorhergehenden Göttersysteme. Das wich­tigste ihrer eigenthümlichen Götterlehre empfingen sie von den Thrakiern, und schmückten es mit Sagen an-