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Weißen entwickeln; andererseits muß er aber darüber trauern, daß es eines so grausamen und die Menschenrechte verletzenden Instituts, wie der Sklavenhandel ist, bedurfte, um jener erniedrigten, in ihrem Lande selbst verwahrlosten Men- schenclasse die erste Schule für Bildung zu ertheilen. Dieselben Gefühle wurden noch lauter in uns, als wir auf dem Sklavenmarkte einen jungen Neger für uns zum Kaufe aussuchen mußten. Die meisten Negersklaven, welche gegenwärtig nach Rio gebracht werden, sind von Cabinda und Benguela*). Sie werden in ihrem Vaterlande, auf Befehl der Häuptlinge, aufgesangen und im Tausche gegen europäische Waaren verhandelt; vor der Ablieferung an die Sklavenhändler läßt ihnen der Gewalthaber ein gewisses Zeichen im Rücken oder an die Stirne einbrennen. Mit einem Stücke wollenen Tuches um die Lenden bekleidet, packt man sie dann, oft in unverhältnißmäßig großer Zahl, in die Schiffe und führt sie ihrer neuen Bestimmung zu. Sobald solche Sklaven kn Rio anlangen, werden sie in der Straße Vallongo, nahe am Meere, in hierzu gemietheten Häusern cinquartirt. Man sieht hier Kinder vom 6ten Jahre an und Erwachsene beiderlei Geschlechts von jedem Alter. Sie liegen halbnackt, der Sonne ausgesetzt, in dem Hofraume oder außerhalb der Häuser umher, oder sind, nach den Geschlechtern getrennt, in einzelne Zimmer vertheilt.
') ?tuf der Westküste von Südafrika gelegen.

