Ein Wintermärchen.

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kehrte noch einmal um und nahm eine leichtere Feder, die er gleichzeitig als Segel benutzte. Nach einer glücklichen Fahrt von mehreren Wochen langte er wohlbehalten mit allen seinen Schätzen in seiner Heimath an, wo die Erzählung seiner Abenteuer und Fahrten eine gewaltige Sensation unter seinen Landsleuten hervorrief.

Er lebte nun als steinreicher Mann von den Zinsen seines ungeheuren Vermögens, heirathete ein schönes, sittsames Mädchen und dachte nie wieder daran, in See zu gehen und die Gefahren aufzusuchen, die das Meer in seinem dunklen Schooße birgt.

VIII.

Es war ein kalter, stürmischer Decemberabend. Schwere Regentropfen schlugen klatschend und prasselnd gegen das schlecht verwahrte Fenster des kleinen Hauses, in welchem die arme Wittwe Liese mit ihren beiden Kindern Milly und Oskar wohnte. Der Vater war ein braver und fleißiger Holzhauer gewesen, war im vorigen Jahre an den Folgen einer Brand­wunde am rechten Bein gestorben und hatte die arme Familie in den dürftigsten Umständen zurückgelassen. Seitdem guckten der Hunger und die Entbehrung wohl zum Fenster der armen Wittwe hinein, kamen aber nie in's Haus, weil, sie gar fleißig wusch und plättete und dadurch ihren Lebensunterhalt noth- dürftig erwarb.