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wurde, konnte die mißtrauende Zurückhaltung Arthur's leider nur zu leicht in diesem Sinne ausgelegt werden.
Zu stolz, um sich zu beklagen, ergab sich Herr von Cilly kann, verbarg lange Zeit die bittern Thränen, welche eine so fürchterliche Entdeckung ihm erpreßte, und seine Gesundheit fing an, wankend zu werden.
Um diese Zeit begann Arthur, die Erhabenheit des Geistes, welche das Studium der Wissenschaft in ihm noch gesteigert hatte, zu verwünschen, . . . weil eben diese moralische Ueber- legmheit ihn auf immer elend machte, indem sie für ewige Zeiten das hohe Glück, jene kindliche Anbetung, welche die Freude seiner Jugend gewesen war, vernichtete.
Und eine unheilbare Schwcrmuth drückte auch ihn zu Boden, besonders als er sah, daß der Zustand seines Vaters immer bedenklicher wurde.
Wie sollte man die fürchterliche Veränderung schildern, welche in dem Dasein dieser beiden ehemals so friedlichen und se zärtlichen Wesen vorgegangen war? Wie sollte man die pei- mgenden Qualen schildern . . . die Qualen des Einen, die Wissenschaft zu besitzen, des Andern, sie verliehen zu haben.... wie sollte man das unglückliche Mißtrauen dieser beiden großen und reinen Seelen schildern, welche sich nur so schmerzlich zer- zissen fühlten, weil in ihnen der trefflichste Edelmuth und das schönste Zartgefühl wohnte? Wie sollte man, mit einem Worte, dm eisigen Zwang schildern, welcher an die Stelle ihrer sanften Herzensergießungen getreten war . . . denn, ach! seit jenem unglücklichen Tage .... fand keine der langen Unterredungen wchr Statt, in welchen Arthur freimüthig alle wundervollen Schönheiten eines ihm selbst unbekannten Gcnie's entfaltete, weil er seit diesem Tage mit dem Bewußtsein seiner Kraft, so zu sagen, auch dessen Scham erlangt hatte . . . weil seit diesem Tage, wider seinen Willen, jene naive und feurige Bewunde- mng, jener erhabene und heilige kindliche Glaube erstorben wa- M, welche in dem Vater ein heiliges Wesen erblicken lassen, das man blindlings wie Gott selbst anbetet, ohne es durch eine entheiligende Zergliederung zu entweihen.
Man stelle sich nun das schreckliche Dasein des Herrn von ?illy vor, welcher die Welt zu sehr haßte, um in ihr Trost zu lachen, und der, wir wollen es eingestehen, nicht den nöthigen
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