Die Einschiffung in Legier.
Nur einmal monatlich unterhalten Kriegsschiffe der französischen Negierung direete Verbindung zwischen Algier und Toulon. Das Schiff, welches die Tour im April 4853 zu machen hatte, war die seitdem im Orient berühmt gewordene Dampffregatte „Montezuma." Der „Montezuma" hatte sich die ersten Lorbern in der französisch-merieanischen Expedition in den dreisiigcr Jahren geholt. Das schwarze, ernste Schiff lag wie ein Berg zwischen den Dampfern der Messageries-Imperiales und den Segelkauffahrern im Hafen von Algier. Ein heißer Mittag brütete über dem regen Leben auf dem Quai und ein schwacher, aber glühender Wind zog seewärts hinaus. Kleine Dampfschiffe, welche mit Baumaterialien beladene Schiffe und Kästen nach den neuen Mvlenbauten hinausbugsirten, eilten geschäftig hin und her, Tartanen glitten mit großen, hclt- rothen, dreieckigen Segeln, schiefliegend, rasch vorm Winde, zum Hafen hinaus und mit Leinwand bedeckte, tiefgehende Kauffahrer suchten schwerfälliger denselben Weg. Auf den Molen und Batterien schritten Schildwachen, deren Gewehr im Sonnenscheine blitzte, auf und ab und die weitgespannte Gegend verschwamm mit dein tiefblauen Meere an der Küste im heißen, südlichen Frühlingsdunst. Der „Montezuma", dessen Masten und Spieren beiweitem der höchste Gegenstand im Hafen waren, selbst den Leucht-- thurm nicht ausgenommen, flaggte zur Abfahrt; er hatte sich auf seinem Kabel geschwenkt, sein Bug lag seewärts

