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in höherem Chor geht auf wunderseltsame Weise; wie zur Zeit der Einführung des Christenthums und in den Tagen der Reformation oder in seiner Art auch in der Märzzeit des Jahres 1848. Hier gerade tu solchen Pe­rioden geht der Kampf los und je freudiger die Einen rufen:das Alte ist vergangen, cs ist Alles neu gewor­den," desto zäher und'grimmiger klammern sich die An­dern an das Alte an und knirschen wider die Neuzeit .mit ihren Zähnen.

Auffallend aber und sehr merkwürdig ist dabei in der Regel hauptsächlich zweierlei und erregt das Eine ebenso herzliche Freude, als das Andere schmerzliche Trauer. Nämlich diejenigen, welche die Wahrheit lieb haben und derselben willig Alles zum Opfer bringen, wer sind sie und zu welchem Stande gehören sie? Das sind gemei­niglich Leute aus dem Volke, mitten heraus aus dem so­genanntengemeinen" und dazu vielfach verachteten Volke. Und das thut in der Seele wohl.

Dagegen gcht's Einem auch frostig durch Mark und Bein, wenn man liest, wie gerade diejenigen, welche im Dienste der Wahrheit besonders bestellt sind und den al­ten Hohenpriestern gleich auf ihrem BrustschildeWahr­heit und Rech t" führen sollen, in gemeinsamen: Bunde und nn't verdoppeltem Eifer dagegen wuthen, nämlich die Herren aus den: weltlichen und geistlichen Stande. Schon die Bauern im Bauernkriege haben diese durch alle Zei­ten so traurig bestätigte Wahrheit- vollkommen erkannt undi'