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fcunmcn gelebt und den heutigen, an welchem wir sterben müssen, sollten wir als den freudigsten von allen betrachten. Daher will ich dir nicht gute Nacht sagen, denn in dem Himmelreiche werden wir wieder beisammen scyn." Nachdem sie ihres Mannes Hinrichtung mitangesehen hatte, ward sie selbst zu ihrem eigenen Tode an einen Teich geführt. Hier forderte das mütterliche Herz mit seiner Liebe sein Recht. Tiefbewegt flehete sie einen barmherzigen Nachbar an, sich doch ihrer vater- und mutterlosen Waisen anzunehmen und übergab zugleich voll Schmerz und Wehmuth einen Säugling, den sie an der Brust trug, einer schon vorher angenommenen Amme. Hierauf, nachdem sie ihre Kinder alle dem befohlen hatte, der der Waisen Vater ist, ward sie in einem Sack in das Wasser geworfen, darinn sic voll des himmlischen Trostes starb.
Und endlich, wenn's in aller Welt in genannter Weise ging, was läßt sich nicht alles von Italien
erwarten, den: Sitze des Pabstes und dem Fcuerheerd wider alle Freiheit und Wahrheit? In Rom selbst verging schier kein Tag, da nicht mehrere gehängt, geköpft oder verbrannt worden wären. Ein gewisser Stephano Carl in o wurde so lange und so jämmerlich gefoltert, daß ihm die Eingeweide aus dem Leibe hicngcn. Einem andern, Namens Verminell, wurden in achtstündiger Qual, die er auf der Folter oder sogenannten Hölle auö- stund, alle Glieder cntzweigebrocheu und vom Leibe ge-

