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rhen, oder alteren Geschwistern an, und gehen ihrer Arbeit nach. Diese muffen nun die ihnen anve^trauten Kinder sorgfältig Huchen, und nie auS den Augen lassen, da die Kleinen kn ihrem Leichtsinne und Unverstände ntf.it» cherley Dinge unternehmen, die ihnen höchst gefährlich und schädlich sind, weil sie die Folgen ihres Thuns und Treibens noch nicht einsehen können.

Hier folgen einige traurige Geschichten, welche sich erst in den letzten Jahren zugetragen haben. Sie mögen allen, welchen Kinder anoerlraut sind, zur War­nung dienen.

Ein Schlösser, der in Wien in der Leopold­st ad k im zweiten Stockwerke wohnte, war am 16. Oktober ig 14 wie gewöhnlich zu seiner täglichen Arbeit in die Werkstälte gegangen; seine Frau war in der Stube beschäftiget, und setzte ihre-ritthalbjährigeToch- ter vor die Thur auf den Gang, der mit einem eiser­nen Gitter geschlossen war. Die kleine Tochter spielte Anfangs sitzend mit dem Spielzeuge, das ihr die Mut. ter zum Zeitvertreib gegeben hatte, endlich ging, sie auf dem Gange hin und her, und guckte in den Hof hinab, um zu sehen, was da geschehe. Es kam ein Manu mit einer Dreh-Orgel, und stellte sich gerade unter den Gang, auf welchem sich die Kleine befand. Sie konnte ihn nun nicht genau scheu. Sic wollte mit dem Kopfe zwischen den Staben des eisernen Gitters dnrchdrin. gen. Das ging nun nicht an. Sie versuchte es au ver­schiedenen Stellen; endlich kam sie dahin, wo ein Stab ausgebrochen war. Mil Begierde steckte die Kseine den Kopf und halben Leib durch, sah auf die Dreh-Orgel, bekam das Übergewicht, fiel in den Hof, und verwun­dete sich so sehr, daß sie bald darauf starb. Man stelle-