Zweiter Theil. Morenita.
i.
Bruchstücke aus dem Tagekuche eines jungen Mädchens.
Briole, 20. August 1846.
^)ch bin heute vierzehn Jahre alt. Ich bin weder groß noch starke ich weiß nicht warum mich die Leute, die mich zum ersten Male sahen, für achtzehn oder zwanzig halten, und warum mich meine gute Mutter für jünger ausgeben sollte, als ich wirklich bin. Wer weiß? Es ist vielleicht wahr! Mein Geschick ist ja so sonderbar und meine Geburt so geheimnißvoll!
Die Großmama sagt denen, die sich über meine Manieren wundern, mein Geist sey ungemein früh gereist; dies ist entweder die Wahrheit, oder man will mir nicht sagen wie alt ich bin, denn die Mädchen von vierzehn bis sechzehn Jahren, mit denen ich zuweilen in Gesellschaft bin, kommen mir recht einfältig vor; ich muß gemeiniglich die Fragen thun und die Antworten darauf geben, und ich würde eben so gern meine Puppen wieder zur Hand nehmen, als mich mit solchen Pagoden unterhalten.

