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Nachträgliche Bemerkungen.
A. Ueber das Dampfbad. — Ich sehe dasselbe mit voller Ueberzeugung als ein Analogon eines Fieber- Paroxismus an, mit dem Unterschiede jedoch, dass das Dampfbad nur ein halber und zwar die erste Hälfte von einem Fieber-Paroxismus ist, denn :
a. Das Fieber tritt immer nur dann erst ein, wenn irgend im Organismus ein pathisches Produkt oder sonst eine Anomalie entstanden ist, die den Lebensprocess stören kann. Es strömt also —ganz der weisen Einrichtung der Natur gemäss — aus allen Extremitäten des Körpers das elektrische Fluidum an den leidenden Punkt zusammen und erzeugt so den Frost in den ä u s s e r n T h e i 1 e n des Körpers. (N. Syst. d. Heilk. S. 95 u. w.) — Dort angelangt und verdichtet, löset das elektrische Fluidum das pathische Produkt unter Wärme
gleichfalls von der Cholera befallen, aber durch den Genuss des Bitterwassers auch schnell wieder besser. Der eben überstandene Angriff hatte ihn jedoch dermassen erschreckt, dass er sich eiligst entschloss, Wien zu verlassen, auf sein Landhaus zu flüchten, und sich dort so einzurichten, dass er sich nach den bei mir vernommenen Ansichten vertheidigen könne, im Falle die Krankheit auch nach Mähren Vordringen sollte.
Er schrieb demnach sogleich nach P ii 11 n a u in Böhmen, dass ihm augenblicklich eine Kiste Bitterwassers nach Datschitz gesendet werde, kaufte auch hier eine Kiste desselben Wassers und fuhr damit bewaffnet nach Datschitz ab.
Im nächsten Winter kam Hr. P. wieder nach Wien und theilte mir mit, die Cholera sei wirklich auch in die Gegend von Datschitz gekommen. Er habe jedoch — meinen Ansichten gemäss — sogleich alle Häuser des Dorfes jeden Tag besucht, und wo er das zweite Stadium der Cholera gefunden habe, Püllnauer Bitterwasser gegeben. — Der Erfolg dieser Massregel sei der gewesen, dass in seinem Dorfe Niemand gestorben sei, während in den benachbarten Dörfern viele Todesfälle stattgefunden hätten.
Es wäre wohl der Mühe werth — da Hr. Piringer .einige Jahre später starb — durch den Physikus von Datschitz nachsehen zu lassen, ob in dem betreffenden Dorfe über diesen Gegenstand noch Etwas zu erfragen ist.

