Behandlung der Cholera,

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8 kann nicht der Zweck dieſer Schrift ſein, die den Namen einer vorzugsweiſe populären anſtrebt, eine umfaſſende, wiſſenſchaftliche Abhandlung zu liefern, in welcher man jedes Mittel verzeichnet und FR oeurtheilt findet, welches bereits irgendwo in dieſer Krankheit an (J gewendet wurde; denn deren Anzahl iſt Legion, ſo mannigfaltig als die Meinungen der Aerzte über die Krankheit ſelbſt, und der traurigſte Beweis, daß trotz alles Verſuchens das rechte, ſpecifike Mittel noch nicht gefunden iſt.

Es ſtirbt durchſchnittlich kaum die Hälfte der Erkrankten im Anfalle, weil bei den Ueberlebenden die Lebenskraft ſtärker als die Vergiftung war; jeder Arzt hat daher mehrere Gerettete aufzuweiſen, jeder ſchreibt aber die Rettung ſeinen Mitteln zu, und verkündet ſelbe als Specifica, und ſo kommt es, daß wir eine Unzahl Mittel beſitzen, die von den Einen als vorzüglich angerühmt, von den Andern als nutzlos verworfen werden. Wer aber die Cholera ſelbſt geſehen, oder ihr Bild, wie ich es weiter oben gegeben, ſo recht in ſich aufgenommen hat, wird bald zur Ueber zeugung gelangen, daß im Choleraanfalle ſelbſt bei dem unausgeſetzten Purgiren und Erbrechen von innern M itteln, beſonders wenn fie in etwas größerer Gabe genommen werden ſollen, wenig Hilfe zu erwarten ſtehe, denn ſie werden raſcher oben und unten ausgeführt, als ſie wirken können; daß alſo nur äußere Mitt el, welche auf möglichſt große Oberflächen wirken, wie das Hautorgan, oder welche der Luf mitgetheilt durch das Athemholen den Lungen, als dem wichtigſt mit ergriffenem Organe zugeführt werden, und die der Kranke oft inſtinctmäßig begehrt, im Choleraanfalle ſelbſt von einigem glaubwürdigen Nutzen ſein können.