Das kalte Waſſer muß endlich beim Durchfalle in Form von Abreibungen des ganzen Körpers mit naſſen Leintüchern, 2— Z3mal des Tages, Neptunsgürtel, Kliſtieren und Sitzbädern zu einer Viertelſtunde Dauer, und einer Temperatur des Waſſers zu 10— 14*, unter beſtändigem Frottiren des Bauches, angewendet werden.
6. Die Choleraangſt, dieß Choleraſymptom beſteht in einer plötzlich bei ſonſt muthigen Perſonen eintretenden Furcht vor der Krank—heit und der gewiſſen Ueberzeugung, daran zu ſterben. Gewöhnlich iſt Nachts dieſer Zuſtand am peinlichſten, bewirkt oft Angſtſchweiß, Luftmangel, Bruſtbeklemmung und daher Schlafloſigkeit. Verbindet ſich mit dieſem Symptome einer der obigen Zufälle, ſo iſt kein Zweifel an der Einwirkung des Miasmas mehr zu hegen. Schnelles Fliehen der Gefahr an geſunde, noch nicht angeſteckte Orte, und dort Erheiterung, Beſchäftigung ſind die ſicherſten Gegenmittel.
Die Hombopathie gibt als Präſervativ veratrum und cuprum in den höchſten Potenzirungen wechſelweiſe, oder auch veratrum allein, 1— Q 2 Streukügelchen alle 2— 3 Tage. Wein, Kaffeh, ſtarker Thee und alle Gewürze ſind dabei zu vermeiden. Hierher gehört auch das Tragen eines polirten kleinen Kupferbleches an einer ſeidenen Schnur auf der Herzgrube. Bei einzelnen Vorboten iſt Cam pher mit Waſſer ge— ſchüttelt, oder in Weingeiſt aufgelbſt, das von Hahnemann entdeckte und zuerſt der Welt bekannt gemachte Mittel, welches beſonders in Amerika zur Zeit der Cholera ganz allgemeines Volksmittel war, und Tauſende gerettet haben ſoll. Nur muß dieß Mittel in ganz kleinen Mengen genommen werden, weil es ſonſt eine künſtliche Cholera erzeugt, wo dann ſchwarzer Kaffeh, als Gegenmittel gegen den zu viel verſchluckten Campher, die künſtliche Krankheit hob.
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