9
„Wille ist — rief Er zum dritten Mahl aus der Tiefe seiner Leiden — so nimm diesen „Kelch von mir; doch nicht wie ich will, „sondern wie Du willst!" —
So lag Jesus vor Seinem Vater! — Die Sünden der Welt, der Undank, die Bosheit und der Leichtsinn der Menschen, und alles E- lend, das die Sünde verursachet, lagen auf Ihm. — So bitter, so qualvoll, und so tödtlich war schon der Anfang Seiner Leiden! —
O., seht Ihn liegen im blutigen Staube — den Liebling des Vaters! — Seht Ihn liegen, .ihr Menschen, und denket: Wie unbegreiflich groß war doch die Liebe des Vaters!-. Für uns, für Sünder, die nur Strafe verdienten, hat der Allbarmherzige Seinen Sohn so tief erniedriget ! — Seht Ihn liegen — den Jesus, der so rein und gut, so wohlthatig und menschenfreundlich, wie die himmlische Liebe, unter seinen Brüdern gewandelt, und denket: Wie könnte ich den Freund, der so Vieles für mich gethan und geduldet, je vergessen? — Das Gericht des Vaters, das wir verschuldet hatten, nahm Er auf sich — es drückte Ihn zu Boden; aber Er trank den Kelch, um seine Brüder zu retten! —
Seht Ihn liegen — den unschuldigen Jesus, "der so manchen in Seinem Leben voll freundlicher

