II
' schen; wir aber stürzen uns — aus Vorliebe für das Irdische, aus Abneigung gegen Kampf und Selbstverleugnung — immer tiefer und tiefer in die Abgründe der Sünde. — Er wollte uns ganz mit Seinem Geiste beleben — liebreich und freundlich ladet Er uns ein, Ihm nachzufolgen, und ver- heisset uns ewiges Leben, wenn wir Seiner Einladung Gehör geben; wir aber schenken unser Herz der Welt, wir lassen uns verführen von den Schn eicheleyen der Sinnlichkeit, und bedenken nicht, daß Welt und Sinnlichkeit ihren Anhängern und Freunden nur Tod und Verderben bringen. — Geht hin, und sehet den liebvollen, gnädigen Blick des mit Blutschweisse überronnenen Jesus, der mitten in Seiner Angst seine Jünger nicht vergessen konnte! — Er will auch euch nicht vergessen. — Er bedauert eure Verblendung, und ruft auch euch zu: „Wachet und „bethet, damit ihr nicht in Versuchung „gerathet!"— Er sagt es auch euch, daß ihr eure Schwachheit durch Selbstverleugnung und demüthiges Aufblicken zu Ihm überwinden, daß ihr eure Bestimmung nie ausser Acht lassen, zu Ihm kommen, und von Ihm lernen sollet. — Geht hin zu Ihm! Der für Menschenwohl voll Ergebung in den Willen des Vaters in die Leidensnacht hingieng, der meynt es wohl mit euch

