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hinreissen, daß kein Ende der lieblosesten Lä­sterung, und kein Friede mehr zu hoffen ist.

So handelt nicht der Christ, der es weiß, und wie sein Leben glaubt, daß er einst all seine eiteln, stolzen, harten und kränkenden Reden vor Dem verantworten müsse, der vor Kaiphas alle Verläumdungen mit Stillschweigen anhörte. Der wahre Christ, dem es nur um die Be­folgung seines Gesehes zu tyun ist, kann Unrecht und Bitterkeiten, Undank und Lästerung gedul­dig ertragen, er kann die lieblosesten Verleum­dungen hören, sich ganz mißkennen, und zur un­tersten Tiefe herabsetzen lassen, ohne böse zu werden, oder vor Menschen, von welchen er schon im Voraus weiß, daß nur sie das Recht behalten wollen, ein Wort zu seiner Ver- theidigung zu reden. Sein schweigender Je­sus giebt ihm dazu Starke; er sieht Ihn vor dem hohen Rathe der Juden, und höret Sein Be­kenntnis;; und dieses Bekenntniß ist ihm der überzeugendste Grund, daß er auf Ihn schauen, Seiner Lehre und Seinem Beyspiele nachwandeln müsse.

Ja, dieses feyerliche Bekenntniß des gebunde­nen Jesus ist es, was allen Menschen zurust: Ihr sollet Ihm glauben; ihr sollt leben nach Seinen Vorschriften, und nach dem Vorbilde, das