Muthwillen mit Ihm zu treiben, und jede Schmach Ihm zuzufügcn, die ihr böses, hartes und gefühl­loses Herz ihnen eingab!

Bald spien sie Ihm ins Angesicht; bald stie­ßen sie die niederträchtigsten Schimpfworte über Ihn aus; bald schlugen sie Ihn mit Fausten, fielen spottweise vor Ihm auf die Knie, verhüll­ten Sein Haupt, und riefen voll ungezogener Freu­de:Sag es nun, du Messias, du Chri- stus, sag es, von wem du geschlagen wurdest!"

So lieblos, so unmenschlich wurde der behan­delt, der umher zog im Lande, und einem jeden wohlthat, der ihm begegnete! All seine Freun­de hatten ihn verlassen; Er stund allein unter Menschen, die alle Menschlichkeit ausgezogen hat­ten! Kein Mund sprach ein Wort zu seinem Besten, kein Auge hatte für Ihn einen tröstenden Blick, oder eine Thräne des Mitleids, und kein Herz nahm Theil an seinen Leiden! Er konnte nur aufblicken zu Seinem Vater, konnte nur schwei­gen und dulden, wie er auch geschwiegen hatte, als ungerechte, von Vorurtheilen und Leidenschaf­ten verblendete Richter Ihn zum Tode verur- th eilten.

O liebe Christen! Es thut uns wehe, daß der edelste Menschenfreund Jesus unter die Hände des