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niedrigsten Pöbels gerathen mußte; und es ist gewiß keiner unter uns, der nicht mit Abscheu auf das rohe, unmenschliche Betragen der Gerichtsdie- ner hinblicket: aber wie oft lassen sich Menschen hinreissen, eben so roh und niederträchtig gegen ihre Brüder zu handeln! — Sie spotten ihres Unglücks, oder können ihre Schadenfreude nicht verbergen, wenn Jammer auf Jammer über sie herfällt; sie bestecken ihre Ehre, können nicht Schimpfworte genug über sie aussprechen, nicht häßlich genug sie darftellen, damit nur kein Menschenherz mehr für sie schlage, oder ihr Schicksal bemitleide; — sie treten den Gefallenen vollends ganz nieder, geben dem Verfolgten keinen Trost und Schutz, lassen den Gestürzten ihre Verachtung auf das schmerzlichste fühlen, und suchen den Verleumdeten durch ihre Verleumdungen, und scharfe Urtheile noch unglücklicher zu machen. — So handelt kein guter Mensch. — Der gute Mensch schaut mit herzlichem Mitleiden und brüderlicher Theilnahme auf jeden Unglücklichen, und er ist seinem Herzen um so lieber, weil er unglücklich ist. Der gute Mensch kommt schon gar nicht auf den Gedanken, einen Jammer grösser, oder einen Schmerz noch peinlicher zu machen; er möchte viel lieber mit eigner Hand und durch eigne Kraft Jammer und Schmerz seinem

