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in Semem Herzen, und nichts Unsanftes in Sei­nem Auge. Er laßt sich auf die niedrigste Weise schimpfen, ohne ein Schimpfwort dagegen zu sa­gen.

O Christen! Nicht vergebens sollen wir von diesem Beyspiele wissen, sondern Dulden und Schweigen sollen wir von Jesus lernen!

Ja, wenn Bosheit oder Leidenschaft uns ver­folget, oder mancherley Kränkungen unser Herz verwunden; dann wollen wir aufblicken zum Vater im Himmel, der unsre Lage kennet, wollen denken an Jesus, und durch dieses Denken und Aufblicken uns stärken, daß wir dul­den können.

Wenn ein böses, pflichtvergessenes Herz man­cherley Schmähungen über uns ausschüttet, oder schlechtdenkende Menschen auch schlecht von uns re­den; dann wollen wir schweigen; nicht Schimpf mit Schimpf erwiedern, nicht von uns­rer beleidigten Eigenliebe, sondern von Jesus Lehre und Jesus Beyspiel uns leiten lassen, und durch Geduld und Sanftmuth uns im­mer mehr vorbereiten auf jene Stunde, die den wahren Werth eines Jeden offenbaret.

Auch schweig en wollen wir in den Gesell­schaften der Verleumdung, durch kein Bey­spiel uns hinreissen lassen, daß wir gegen das Ge-

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