dem Pilatus als ein Empörer und Verführer des Volkes geschildert. —
Seine Sache war es nie gewesen,' das Fremde zu suchen, oder das Gut des Andern an sich zu reissen; nur am Keben und Mittheilen hatte Er Seine Freude. Er wollte keinen unterdrücken, keinen im Genüsse seiner rechtmäßig erworbenen Freude ftöhren; sondern Alle zu edeln Menscher bilden, und zur Freude des Himmels vorbereiten. Kern eitler Ehrgeiz war in Seinem Herzen, und all Seine Handlungen verriethrn kein Streben nack- irdischer Größe, sondern die einzige und wahre Größe, welche uns Tugend verschaffet, hatte Er gerne über alle Menschen ausgebreitet: rnd doch muß Er vor dem Richterstuhle des Landpfle- gerseinen schädlichen und gefährlichenMen- sche n sich nennen lassen. —
O Christen! wundert euch nicht mehr, wenn manchmal auch eure Handlungen falsch beurtheilt, euer Betragen häßlich dargestellt, eure Absichter, scharf und lieblos gerichtet, euer Herz ganz mißkannt, und euer eigentlicher Werth von bösea, verleumderischen Zungen euch vor den Augen der Welt entrissen wird! — Seht hin auf Jesus! — So ungerecht kann keine Bosheit, kein Neid und keine Verdorbenheit des Herzens gegen euch handeln, wie die Leidenschaft seiner Feinde gegen

