Stimme für Jesus, der ihnen Trost und Hilfe und Gesundheit so liebreich gegeben hatte. —
In dieser peinlichen Verlegenheit schickten die Priester ihre Freunde und Anhänger auf alle Seiten unter das Volk aus, um es aufzuhetzen, daß cs die Loslafsung des Mörders Barrabas begehren sollte; und als Pilatus eine bestimmt ausgesprochene Erklärung von ihnen verlangte, da schrie alles mit wilder Wuth: „Nicht Jesus, sondern Barrabas gieb uns frey." —
Der Heide selbst erstaunt über dieses Rufen; — er hatte es nicht erwartet, und es that ihm wehe, daß sein Versuch, Jesus zu retten, mißlingen sollte. — Etwas aufgebracht fragte er die Juden: „Was er denn mit Jesus, ihrem Könige, anfangen solle?" — „Ans Kreuz mit ihm!" — riefen diese zusammen. — „Was hat er denn Böses gethan?" — fragte der Richter , um sie zur Vernunft zurück zu bringen. Aber die Leidenschaft ist nicht gewohnt, nach Vernunftgründen zu handeln, und nimmt keine Rücksicht auf Recht oder Unrecht; der nämliche Ruf wird wiederholet: „Ans Kreuz mit ihm! Weg mit ihm aus unsrer Mitte!" —■
D l:ebe Christen! Wer erschrickt nicht, indem er sieht, wie böse, wie ungerecht und wie niederträchtig der Mensch handeln kann! — Jesus

