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das Beschwerliche tragen, das Schmerzvolle ge­duldig auf uns nehmen; wenn wir dem Bösen in uns und ausser uns durch Vorsicht und Selbstbeherrschung entgegen arbeiten, standhaft für Tugend kämpfen, und durch unser Bemühen und unsre Beyspiele ein Reich der Tugend auf der Er­de gründen möchten: dann gehen wir den Weg, den Jesus gieng. Lasten wir uns aber von der Sinnlichkeit beherrschen, ist uns jeder Kampf und jede Bitterkeit unerträglich, wollen wir nur immer unsrer Eigenliebe, unserm thörich- ten Stolze oder unsrer ansschweifenden Lüsternheit geschmeichelt wissen, und sind uns irdische Güter und Freuden lieber, als der Besitz der Tugend; dann sagt Jesus auch uns: Nicht über mich, sondern über euch selbst wei­net!" denn ihr seyd nicht meine Nachfol­ger, und eure Art zu denken und zu handeln kann unmöglich für euch gute Folgen haben!

O Mensch, o Bruder! sagt Jesus: einen sehr bittern Leidenskelch nahm ich für dich aus des Vaters Hand; denn sieh, du bist unsterblich, und ich möchte dich einführen ins ewige Leben! Sey kein Anhänger der Welt, sie belohnt mit Undank jedes Verdienst, und vergänglich, wie der Rauch im Winde, ist jedes Gut und jede Freu­de, welche sie geben kann. -77 Sey kein Freund