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Mit zerrissenem Herzen stunden Seine Freunde von ferne, sahen den Stein vor die Höhle wälzen, und so traurig wie damals war ihnen noch nie die Sonne untergegangen. Die Oberpriester und Pharisäer lsätten nicht fürchten dürfen, daß diese bestürzten und furchtsamen Freunde kommen, und den Leichnam stehlen würden; keiner Wache hätte es bedurft, und keiner Versieglung des Stei­nes: aber so mußten sie selbst ohne ihr Wol­len beytragen, daß Jesus Auferstehung bekannter, und nicht für eine Erdichtung seiner Jünger gehal­ten werden konnte.

Nach der Vorschrift des Gesetzes wurde inzwi­schen der Sabbat gefeyert auch um Jesus Grab herrschte eine Todesstille; und seine Feinde dachten vermuthlich schon darauf, wie sie desjenigen spot­ten wolltelr, der den Seinen versprach, nach drey Tagen wieder aufzustehen; und nun gleich einem andern Sterblichen im Grabe verwese.

Aber kaum war der dritte Tag angebrochen, da geschah ein heftiger Erdstoß; ein Engel des Herrn kam vom Himmel hernieder, wälzte den Stein von der Oeffnung, und setzte sich dar­auf. Seinen Anblick, der so feurig wie Blitz war, konnte die Wache nicht ertragen; voll Schrecken stob sie vom Grabe weg, und hinterbrachte diese