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Stadt zu ungesehen von Petrus, Johannes und Magdalena. — Ihr Gedanke war nur der auferstandene Jesus, und ihr Mund konnte nur sprechen von Ihm, so wie ihr Herz nur das fühlen konnte, was sie gesehen und gehört hatten; — sie wußten es aber nicht, wie nahe der Augenblick war, wo ihnen noch größere Freude zu Theil werden sollte. — Auf einmal steht Jesus, der Neulebendige, selbst vor ihnen, und spricht voll Huld und Freundlichkeit: Seyd gegrüsset! — Alle stürzen voll Ehrfurcht vor Ihm nieder, alle umfassen Seine Kniee, und küssen Seine Füsse. — Jesus, der es wohl bemerkte, daß noch einige Furcht bey ihrer Freude war, sprach voll Liebe, und unbeschreiblich sanft: „Fürchtet euch nicht, geht und sagt es meinen Brüdern, daß ihr mich gesehen habt. Sagt ihnen auch, sie sollen nach Galiläa reisen, dort werden sie mich zu sehen bekommen." —
So belohnt Jesus die Anhänglichkeit, und die treue Freundschaft, welche diese Frauen auf man- cherley Weise gegen Ihn bewiesen hatten. Sie weinten an Seinem Kreuze, sie verbargen es vor seinen Feinden nicht, welch herzlichen und großen Antheil sie an dem unschuldig Verworfenen nahmen; und mit dem Aufgange der Sonne hatte sie ihr Herz hinaus zu ^ Seinem Grabe getrieben. —-

